Kartoffel-Verwertungsrichtungen
In Deutschland wird bei der Erzeugung und Vermarktung der Kartoffeln unter folgenden Verwertungsrichtungen unterschieden:
Speisefrüh- und Speisekartoffeln
Der Speise- Frischmarkt wird mit Sorten aller drei Kochtypen – festkochend,
vorwiegend festkochend, mehligkochend - von Juni bis 10. August (Frühsorten)
und bis April/Mai des Nacherntejahres mit Sorten des mittelfrühen bis späten
Anbausortimentes bedient.
Veredlungskartoffeln
Veredlungsprodukte der Kartoffel sind Chips, frische oder tiefgekühlte Pommes
frites, Bratkartoffeln, Kartoffelscheiben, Kartoffelsalat, Garkartoffeln, sterilisierte
oder tiefge-kühlte, gekochte oder rohe Kartoffeln in Dosen,
Backed Potaoes, Kartoffelgratin, Kloßteig, Trockenprodukte wie Püree,
Kroketten u.a..
Stärkekartoffeln
Bei der Erzeugung kommt es auf einen möglichst hohen Stärkegehalt an.
Aus Stärkekar-toffeln wird Kartoffelstärke gewonnen, die zu Herstellung
von Papier, Pappe, tiefgefrore-nen Nahrungsmitteln und als Kunststoffersatz verwendet
werden.
Der Stärkekartoffelerzeuger benötigt im Rahmen der EU-Marktordnung Lieferrechte
für die Stärkekartoffelerzeugung.
Pflanzkartoffeln
Kartoffeln werden vegetativ über Knollen vermehrt.
In einem kontrollierten und strengen Anerkennungs- und Prüfverfahren werden
Kartoffel-vermehrungsbestände auf pilzliche, bakterielle, viröse Krankheiten
und Nematoden geprüft. Bei erfolgreicher Prüfung wird das Pflanzgut
amtlich anerkannt, zertifiziert und vertriebsfähig.